Wollsocken: Alpaka, Merino oder Schafwolle?
Wenn es draussen kalt wird, gibt es kaum etwas Besseres als eine dicke Wollsocke. Aber Wolle ist nicht gleich Wolle. Alpaka, Merino und klassische Schafwolle unterscheiden sich deutlich, und je nachdem, wofür du die Socken brauchst, ist eine andere die richtige.

Warum Wolle überhaupt?
Wollfasern sind innen hohl und gekräuselt. Dadurch schliessen sie viel Luft ein und isolieren hervorragend. Gleichzeitig kann Wolle bis zu einem Drittel ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen, und sie ist von Natur aus geruchshemmend. Deshalb kann man Wollsocken problemlos mehrere Tage tragen, bevor sie in die Wäsche müssen.
Schafwolle: der robuste Klassiker
Die klassische Schurwolle ist strapazierfähig, wärmt gut und ist preislich am günstigsten. Der Nachteil: Je nach Qualität kann sie kratzen, weil die Fasern dicker sind. Für Hüttensocken, dicke Wintersocken und Norwegersocken ist Schafwolle in einer Mischung mit weicheren Fasern trotzdem ideal, weil sie Form und Struktur gibt.
Merinowolle: fein und temperaturausgleichend
Merino stammt vom Merinoschaf und ist deutlich feiner als normale Schafwolle. Die Socken kratzen nicht, wärmen im Winter und kühlen im Sommer, weil sie Feuchtigkeit sehr gut regulieren. Deshalb ist Merino die erste Wahl für Trekking- und Sportsocken, aber auch für Thermosocken mit hohem Wollanteil. Reine Merinosocken sind weniger robust, deshalb werden sie fast immer mit Polyamid verstärkt.
Alpakawolle: leicht, warm, luxuriös
Alpakafasern sind hohl und dadurch bei gleichem Gewicht wärmer als Schafwolle. Sie fühlen sich seidig weich an, enthalten kaum Lanolin und sind deshalb auch für Menschen geeignet, die auf Schafwolle empfindlich reagieren. Alpaka ist teurer und wird deshalb meist als Anteil in einer Mischung verwendet. Schon 10 bis 30 Prozent Alpaka machen eine Socke spürbar weicher und wärmer.
Auf einen Blick
- Wärme: Alpaka vor Schafwolle vor Merino.
- Weichheit: Alpaka und Merino gleichauf, Schafwolle dahinter.
- Robustheit: Schafwolle vorne, Merino und Alpaka nur mit Verstärkung.
- Preis: Schafwolle am günstigsten, Alpaka am teuersten.

Worauf du beim Kauf achten solltest
Ein hoher Wollanteil ist gut, hundert Prozent Wolle sind aber selten sinnvoll: Ohne einen Anteil Polyamid oder Elasthan verliert die Socke schnell die Form und bekommt Löcher an der Ferse. Achte auf verstärkte Ferse und Spitze, einen weichen Bund ohne Gummidruck und auf Zertifikate wie OEKO-TEX. Und auf die Herkunft: Unsere Fishermen's Wollsocken werden in Portugal gestrickt, die Streifensocken mit Alpaka in Italien.
Wollsocken richtig waschen
Wolle mag es kühl: 30 Grad im Wollprogramm, mit Wollwaschmittel, ohne Weichspüler. Nicht auswringen, sondern flach liegend trocknen. Nie in den Tumbler, sonst filzt die Socke und schrumpft. Zwischen zwei Wäschen reicht oft Lüften, Wolle reinigt sich zu einem grossen Teil selbst.
Unsere Wollsocken mit Alpaka und Merino, Hygge Nordic Socken und Thermosocken findest du hier: Wollsocken und Hygge Socken.